Ein Zeichen, dass der Tod nicht das letzte Wort hat

Die "Aktion Hospizlicht" will ein Zeichen der Solidarität mit Menschen setzen, die sich auf den Tod vorbereiten müssen - das Altenheim Cusanusstift beteiligt sich an der Aktion der Waldbreitbacher Hospiz-Stiftung

 

In möglichst vielen Fenstern soll am Abend des 14. Oktober ein Hospizlicht brennen, wünscht sich Corina Gräßer, Heim- und Pflegedienstleitung des Altenheim Cusanusstift. "Wir möchten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und möglichst viele andere Menschen dazu gewinnen, ein kleines Zeichen der Solidarität zu setzen und sich für ein paar Minuten mit den Menschen zu verbinden, die sich in unserem Altenheim, einer Klinik, zu Hause oder anderswo auf das Sterben vorbereiten müssen", sagt sie. Der 14. Oktober ist dafür der richtige Tag. Es ist der "Welthospiz- und Palliative Care-Tag", der weltweit veranstaltet wird, um auf die Hospizidee aufmerksam zu machen und Benefizaktionen zur Unterstützung der Hospiz - und Palliativarbeit zu gestalten.

Mit der "Aktion Hospizlicht" hat die Waldbreitbacher Hospiz-Stiftung vor zehn Jahren ein Projekt ins Leben gerufen, an dem sich mittlerweile rund 50 Krankenhäuser und Senioreneinrichtungen in Rheinland-Pfalz, dem Saarland und in Nordrhein-Westfalen beteiligen. Das Hospizlicht ist eine schlichte Kerze und trägt den Aufdruck "Hospizlicht - In Würde leben bis zuletzt". Damit "wollen wir zum Ausdruck bringen, dass jeder Mensch, sei er auch noch so krank, eine unverlierbare Würde besitzt", sagt Rektor Leo Hofmann. Außerdem soll die brennende Kerze auch ein Zeichen sein für die christliche Hoffnung, dass der Tod nicht das letzte Wort hat.

Die "Aktion Hospizlicht", so erläutert Heimleitung Corina Gräßer, ist eine Initiative der Waldbreitbacher Hospiz-Stiftung. Diese haben die Walbreitbacher Franziskanerinnen und die Marienhaus Unternehmensgruppe im Jahre 2003 gegründet mit dem Ziel, die Arbeit der Hospize, an denen Waldbreitbach als Träger beteiligt ist, gezielt zu unterstützen und langfristig zu sichern. Schließlich, so fasst es Christoph Drolshagen zusammen, soll sich "unsere Hospizarbeit auch künftig durch Professionalität und ein hohes Maß an Menschlichkeit auszeichnen". Drolshagen ist Vorsitzender der Waldbreitbacher Hospiz-Stiftung.

Das Altenheim Cusanusstift unterstützte die "Aktion Hospizlicht" und lud am Samstagnachmittag um 16.00 Uhr zu einem Gottesdienst in die Kapelle ein. Zu diesem Gottesdienst waren alle, die ein Zeichen der Solidarität mit sterbenden Menschen setzen wollten, herzlich eingeladen. - Die Hospizlichter wurden bei dieser Gelegenheit kostenlos verteilt.

Anschließend wurde in den Barocksaal zu einem Gedankenaustausch eingeladen, Daran nahmen viele Gottesdienstbesucher teil.